Bochumer Antrag angenommen

GEW NRW setzt sich für gerechtere Krankenversicherung ein

Die Bochumer GEW hatte zum NRW-Gewerkschaftstag einen Antrag zur solidarischen Krankenversicherung eingebracht. Er wurde wie folgt beschlossen:

Foto: pixabay

 

"Die GEW NRW fordert die Landesregierung auf, dass Hamburger Modell zur fairen Wahl zwischen GKV und PKV für beamt*innen auch für NRW zu übernehmen. Beamt*innen sollten ohne finanzielle Hürden in die GKV wechseln können dürfen."

 

Begründung:

  1. Insbesondere kinderreiche Familien oder chronisch Kranke werden in den privaten Krankenkassen benachteiligt, dem ist entgegenzutreten.
  2. Wenn freiwillig oder auf Grund eine Ablehnung (beispielsweise durch zu hohe Risikozuschläge) durch die privaten Anbieter eine Mitgliedschaft in der GKV auftritt, führt dieses meisten zu erheblichen finanziellen Mehrbelastungen.
  3. Verbeamtete und tarifbeschäftigte Kolleg*innen sollten in der Frage der Gesundheitskosten gleichbehandelt werden. Denn so ist:
    -    Ein einheitlicher Leistungskatalog für verbeamtete und tarifbeschäftigte Kolleg*innen möglich
    -    Die GKVs werden durch die durchschnittlich höheren Gehälter der verbeamteten   Kolleg*innen finanziell gestärkt
    -    Das bisherige Abrechnungssystem aus Beihilfe und privater Krankenversicherung belastet viele ältere und chronisch kranke Kolleg*innen. Dieses Problem verschärft sich in einer immer älter werdenden Gesellschaft zunehmend. Beispielsweise können demente Kolleg*innen nicht die Kontrolle über die abgerechneten Leistungen behalten. IdR wird diese Tätigkeit durch Familienmitglieder geleistet, die häufig mit der Pflege ihrer Angehörigen schon sehr belastet sind.
    -    Durch die erhöhte Altersgrenze für die Verbeamtung, haben mehr neue Beamt*innen bereits Krankheiten durchlebt, die Risikozuschläge oder Leistungsausschlüsse zur Folge haben.